Samstag, 31. Oktober 2009

Prokrastination

Prokrastination

ist die Aufschieberitis die Angewohnheit, notwendige, aber unangenehme Arbeiten immer wieder zu verschieben, statt sie zu erledigen.

Dies scheint eine neue, aber bekannte, Marotte von vielen zu sein. Es gibt aber auch schon in der Historie dieses Phänomen, dies beweisen alte Sprichwörter bzw. Redewendungen

• "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen." oder wie man im Englischen sagt "Never put off till tomorrow what you can do today. A stitch in time saves nine."
• morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute
• Lieber spät als nie!
Oftmals wird die Prokrastination auch als Faulheit bezeichnet. Diese Definition erscheint aber zu einfach.
Viele Menschen sind von ihrem Wesen her erhöht motivationsabhängig, sie schaffen es lediglich unter großer Überwindung, Tätigkeiten, die sie langweilig finden (und deren Sinn sich erst sekundär oder zukünftig erschließt), zu erledigen. Dabei ist sich der Betroffene über die, durch das Verschieben, entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst. Ein sog. Teufelskreislauf kann entstehen, indem man immer wieder den Vorsatz fasst, die unangenehmen Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen – diesen jedoch wieder und wieder verstreichen lässt. Dadurch können Angst, Scham und Druckgefühl ansteigen, die ihrerseits wiederum das In-Aktion-Treten untergraben. Bedingt hierdurch kann es auch zu wesentlichen Problemen im Arbeitsleben kommen.
Allein durch den immer neuen Vorsatz, das Verhalten zu bessern, lässt sich das Problem des Aufschiebens oft nicht lösen. Hier ist konkrete Hilfe gefragt.
Eine Hilfe könnte Zeitmanagement sein,
Beim Zeitmanagement sind anstehende Aufgaben und Termine innerhalb des zur Verfügung stehenden Zeitraums abzuarbeiten.
Zeitmanagement bedeutet Selbstmanagement.
Strategien sollen helfen, die wichtigsten Aufgaben zu erkennen und zuerst zu bewältigen, ohne dass man zu viel Zeit mit unwichtigen Dingen verbraucht. Ebenso gibt es Vorgehensweisen, große Aufgaben in kleine Teilaufgaben zu unterteilen, was das Erledigen einfacher machen soll. Auch das Abgeben, die Delegation, von Aufgaben an andere gehört zum Zeitmanagement.
Zeitmanagement ist das systematische und disziplinierte Planen Ihrer Zeit. Der Zweck des Zeitmanagement ist es, mehr Zeit für die wichtigen Dinge in Ihrem Beruf und in Ihrem Privatleben zu haben. Man kann durch eine systematische Zeitplanung täglich erstaunlich viel Zeit gewinnen.

Es geht beim Zeitmanagement aber nicht darum, dass man noch mehr Zeit für Arbeit freimacht, so dass man in den 12 Stunden, die man täglich arbeitet, die Arbeit von 15 Stunden hinein quetschen kann. Vielmehr sollten man sich mit dem Zeitmanagement mehr Freiraum z.B. für Erholung, für Möglichkeiten, neue Energie zu tanken, Hobbys oder andere Vorhaben, die einem wichtig ist, schaffen. So kann man insgesamt ausgeglichener sein und damit ein glücklicheres Leben führen.

1 Kommentar:

  1. Endlich ein Wort für meinen Zustand ;-) lach....

    Danke und liebe Grüsse Ralf ( froelich )

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